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Kiki Bosch

Disturb the comfort & Comfort the disturbed.

Kiki ist eine Abenteurerin, Ernährungsberaterin und Biohacker aus Holland, die aktuell in Großbrittanien lebt. Von vielen als Draufgängerin bezeichnet, ist sie außerdem eine Freediverin und im Umgang mit extremer Kälte spezialisiert. Aktuell taucht sie in den kältesten Gewässern der Welt. Auf ihrem letzten Ausflug in Grönland schwamm sie für 20 Minuten in Gletscherseen unter dem Gefrierpunkt, lediglich mit einem normalen Badeanzug bekleidet. 

Heutzutage ruhen wir uns zu sehr in der Komfortzone aus. Wir sind nicht mehr ursprünglich genug. Die Meisten von uns haben ein Dach über dem Kopf, Essen auf dem Tisch und leben in einer Umgebung, in dem wir uns immer sicher wissen. Um uns mit tieferen Teilen unseres Selbstzufrieden verbinden, glaube ich, müssen wir die Komfortzone in Unruhe bringen. 

Als ich die Kälte zuerst bestieg, stand ich an einem sehr schweren und depressiven Punkt in meinem Leben. Ich hatte gerade ein Trauma überwunden und wusste noch nicht, damit umzugehen. Die Kälte zwang mich, meine Gedanken hinter mir zu lassen und zurück in meinen Körper zu kehren. Seit Monaten hatte ich dadurch erstmals einige Momente, in denen ich meine Ängste, Zweifel und meine Geschichte vergessen konnte. 

Durch mehr und mehr Umgang mit der Kälte kam ich darauf, dass der traumatische Moment mich nicht als Person definieren muss und ich konnte mich von der Scham und Schuld trennen. Die Kälte zeigte mir, dass es eine ursprüngliche Widerstandsfähigkeit in uns Allen gibt, die uns allen zu unendlichen Höhen verhilft, wenn wir sie nur entdecken und uns ihr eröffnen.